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Direkter und indirekter Freistoß: alle Unterschiede erklärt

Einer darf direkt ins Tor, der andere nicht. Der Leitfaden zu direktem und indirektem Freistoß: Vergehen, Schiedsrichterzeichen und die häufigsten Irrtümer.

Lucas G. de Moraes
Von Lucas G. de Moraes

15. August 2026 um 05:11 · vor 43 Std. · 3 Min. Lesezeit

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Von unserer KI-Redaktion verfasst und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Redaktionelle Grundsätze

Direkter und indirekter Freistoß: alle Unterschiede erklärt
KI-generiertes Bild · Soccer Addicted

Beim direkten Freistoß darf der Ball ohne weitere Berührung ins Tor gehen, das Tor zählt. Beim indirekten Freistoß nicht: Der Ball muss vor dem Torerfolg einen weiteren Spieler berühren, egal welcher Mannschaft. Alles andere ist identisch. Der Ball muss ruhen, die Gegenspieler müssen mindestens 9,15 Meter Abstand halten, und der Schütze darf den Ball nicht ein zweites Mal spielen, bevor ein anderer Spieler ihn berührt hat. Diese eine Regel entscheidet, ob ein Schuss aus 20 Metern überhaupt zählen kann.

Der Arm des Schiedsrichters verrät die Variante. Beim direkten Freistoß zeigt der Arm waagerecht in die Angriffsrichtung. Beim indirekten Freistoß wird der Arm senkrecht über den Kopf gehoben und bleibt dort, und zwar nicht bis zur Ausführung, sondern bis der Ball von einem weiteren Spieler berührt wurde, aus dem Spiel ist oder kein direktes Tor mehr möglich ist. Ist der Arm noch oben, wenn der Ball im Netz landet, zählt der Treffer nicht, es gibt Abstoß.

Direkte Freistöße bestrafen körperliche Vergehen: Beinstellen, Halten, Stoßen, Anspringen, Rempeln, fahrlässiges oder rücksichtsloses Spiel und Spiel mit übermäßiger Härte, dazu absichtliches Handspiel, Spucken und Beißen. Im Strafraum wird der Unterschied gewaltig, denn ein direktes Freistoßvergehen der verteidigenden Mannschaft dort wird zum Strafstoß. Indirekte Vergehen werden nicht hochgestuft: Sie werden am Ort des Geschehens ausgeführt, auch wenige Meter vor der Linie, wobei die Mauer sogar auf der Torlinie stehen darf.

Die indirekte Liste umfasst vor allem Vergehen ohne Kontakt oder solche, die nur Torhüter begehen können. Abseits ist der häufigste Fall überhaupt. Dazu kommen gefährliches Spiel, etwa der hohe Fuß am Kopf des Gegners ohne Berührung, das Behindern des Gegners ohne Kontakt und verbale Vergehen wie Reklamieren. Torhüter kassieren indirekte Freistöße für Handvergehen im eigenen Raum, am bekanntesten beim Aufnehmen eines absichtlichen Zuspiels mit dem Fuß durch einen Mitspieler, der klassischen Rückpassregel.

Der direkte Freistoß ist Spezialistenhandwerk. Andreas Brehme traf mit dem linken Fuß präzise über die Mauer, Thomas Häßler galt als Techniker der ruhenden Bälle, und in der Bundesliga machte Hakan Çalhanoğlu die harte, flach gezogene Variante zum Markenzeichen. Der indirekte Freistoß ist stilleres Theater: Die klassische Variante ist ein kurzer Querschieber und der Direktschuss des Mitspielers, eine Standardlösung für Abseitsentscheidungen kurz vor dem Strafraum. Beide Formen leben von Einstudierung, nicht von Zufall.

Die Trennung existiert, weil das Regelwerk die Strafe nach Schwere abstuft, und sie ist älter als der Strafstoß selbst: In den frühen Regelwerken war fast jeder Freistoß indirekt, ein direkter Treffer die Ausnahme. Die Listen wurden vielfach überarbeitet. Das Verbot, den absichtlichen Rückpass mit der Hand aufzunehmen, kam Anfang der 1990er Jahre gegen Zeitspiel, und die Vorgaben zur Zeit, die ein Torhüter den Ball kontrollieren darf, wurden mehr als einmal geändert. Auch die Mauer wurde geregelt: Angreifer müssen einen Meter Abstand halten, wenn drei oder mehr Verteidiger stehen.

Drei Irrtümer halten sich hartnäckig. Erstens, der Ball müsse von einem zweiten Angreifer berührt werden: Jeder weitere Spieler zählt, also macht schon eine Abwehr des Torhüters oder eines Verteidigers das Tor gültig. Zweitens, man könne aus einem Freistoß ein Eigentor erzielen: Das geht nicht, es gibt Eckball für den Gegner, ob direkt oder indirekt. Drittens, der Schütze dürfe den Ball antippen und dann schießen; diese zweite Berührung ist ein Vergehen und wird mit indirektem Freistoß für die andere Mannschaft bestraft.

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Häufige Fragen

Kann man aus einem indirekten Freistoß direkt ein Tor erzielen?
Nein. Geht der Ball ohne weitere Berührung ins gegnerische Tor, gibt es Abstoß. Eine einzige Berührung durch einen anderen Spieler, auch einen Gegner, macht den Treffer gültig.
Woran erkenne ich direkten und indirekten Freistoß?
Am Zeichen des Schiedsrichters. Ein waagerecht in die Angriffsrichtung ausgestreckter Arm bedeutet direkt, ein senkrecht über den Kopf gehobener Arm bedeutet indirekt und bleibt oben, bis der Ball berührt wird oder aus dem Spiel ist.
Ist Abseits ein direkter oder indirekter Freistoß?
Abseits wird immer mit einem indirekten Freistoß bestraft, überall auf dem Feld. Auch im Strafraum wird daraus niemals ein Strafstoß.

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