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Champions League gegen Libertadores: was die Regeln sagen

Zwei Kontinente, zwei Regelwerke, und am Ende dasselbe Finale: ein einziges Spiel auf neutralem Boden. Die Libertadores war zuerst da.

Lucas G. de Moraes
Von Lucas G. de Moraes

29. August 2026 um 04:55 · vor 1 Std. · 3 Min. Lesezeit

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Diese Ausgabe wurde maschinell aus dem von unserer Redaktion verfassten Original übersetzt. Redaktionelle Grundsätze

Champions League gegen Libertadores: was die Regeln sagen
KI-generiertes Bild · Soccer Addicted

Die Frage kehrt zuverlässig wieder, sobald die Auslosungen anstehen: Champions League oder Libertadores. Meistens wird sie als Frage nach der Stärke gestellt, und meistens führt sie nirgendwohin, denn über Stärke werden sich zwei Kontinente nie einigen. Es gibt einen nützlicheren Zugang. Man liest jeden Wettbewerb durch sein eigenes Regelwerk, durch das Format, für das er sich entschieden hat, und durch das Format, das er verändert hat. Regeln sind nämlich nicht neutral. Sie beschreiben den Kontinent, der sie geschrieben hat, und sie tun es laut.

Beginnen wir bei der Champions League, denn sie hat sich zuletzt am stärksten bewegt. Seit der Saison 2024/25 hat der Wettbewerb seine alte Form aufgegeben und die erste Runde vollständig neu gebaut. Sechsunddreißig Klubs teilen sich nun eine einzige Tabelle. Es gibt keine kleinen Gruppen mehr, keine geschlossenen Vierergruppen, keine zwei Begegnungen gegen denselben Gegner. Jeder Klub bestreitet acht Spiele gegen acht verschiedene Gegner, und jedes Ergebnis landet in derselben Spalte derselben Tabelle. Wer oben steht und wer unten, ergibt sich aus demselben Rechenweg.

Was eine einzige Tabelle entscheidet

Diese Tabelle entscheidet über den gesamten weiteren Weg. Die ersten acht ziehen direkt ins Achtelfinale ein, ohne Zusatzaufgabe. Die Klubs auf den Plätzen neun bis vierundzwanzig gehen in ein Playoff um dasselbe Ziel, eine zusätzliche Runde, die sie zuerst überstehen müssen. Danach geht es mit Hin- und Rückspiel weiter, bis zum Finale, einem einzigen Spiel auf neutralem Boden, an einem lange vorher festgelegten Ort. Und die Startplätze kommen vor allem aus der Platzierung in der heimischen Liga.

Die Libertadores geht von einer anderen Prämisse aus, und sie beginnt früher. Vor der Gruppenphase stehen Vorrunden, ein Teil des Feldes muss sich also erst hineinspielen, statt einfach gesetzt zu werden. Dann treten zweiunddreißig Klubs an, verteilt auf acht Gruppen zu je vier, mit Hin- und Rückspiel. Auch die Startplätze werden anders vergeben. Sie kommen aus der Platzierung in der Liga und zusätzlich aus den nationalen Pokalwettbewerben, in einer Mischung, die sich von Land zu Land unterscheidet.

Acht Gruppen und ein längerer Weg

Aus diesen acht Gruppen kommen nur die jeweils ersten zwei weiter, also sechzehn Klubs ins Achtelfinale, und für die übrigen gibt es kein Netz. Ein Nachrücken gibt es hier nicht, keine zweite Chance für einen Gruppendritten. Wer über sechs Spiele zu wenig sammelt, ist in diesem Wettbewerb draußen. Was danach folgt, kennt man: Hin- und Rückspiel, Runde für Runde, bis ein einziges Spiel übrig bleibt. Und dieses letzte wird auf neutralem Boden ausgetragen, in einer einzigen Partie.

Nebeneinander gelegt, liegt der Unterschied nicht im Ton, sondern in der Architektur. Die Champions League hat eine einzige lange Reihe gebaut und die Position darin zur ganzen Geschichte gemacht; ein Klub misst sich am gesamten Feld, und ein Ausrutscher lässt sich im Playoff noch reparieren. Die Libertadores hält das Feld in kleinen geschlossenen Welten, und darin ist die Rechnung kurz und gnadenlos: Erster oder Zweiter, sonst nichts. Das eine Format sortiert ein ganzes Feld. Das andere entscheidet alles in Vierergruppen.

Wo sich die beiden Formate treffen

KriteriumChampions LeagueLibertadores
Erste Phaseeine Liga mit 36 Klubs, je 8 Spiele8 Gruppen zu 4, Hin- und Rückspiel
Direkter Aufstiegdie ersten 8 der Tabelledie ersten 2 jeder Gruppe
Zweite ChancePlayoff von Platz 9 bis 24gibt es nicht
AusscheidungsrundenHin- und RückspielHin- und Rückspiel
Finaleein Spiel auf neutralem Bodenein Spiel auf neutralem Boden, seit 2019

Deshalb kürt dieses Urteil keinen Sieger, und das ist richtig so. Die Formate zeigen zwei Kontinente, die dieselbe Aufgabe in ihrer eigenen Sprache lösen: der eine, indem er alle gegen alle sortiert, der andere, indem er das Feld in kleine Teile schneidet und jedes Teil selbst entscheiden lässt. Und doch kommen beide an derselben Tür an. Beide enden heute in einem einzigen Spiel auf neutralem Boden, und die Libertadores war zuerst dort, im Jahr 2019. Wer die Regeln liest, fragt nicht mehr, welche größer ist.

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