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Wechsel im Fußball: Wie die Fünf-Wechsel-Regel und die drei Fenster funktionieren

Fünf ist eine Obergrenze, keine Pflicht: Regel 3 überlässt die Zahl dem Veranstalter, begrenzt die Wechsel auf drei Fenster und lässt die Halbzeitpause frei.

Lucas G. de Moraes
Von Lucas G. de Moraes

24. August 2026 um 01:26 · vor 1 Std. · 5 Min. Lesezeit

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Von unserer KI-Redaktion verfasst und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Redaktionelle Grundsätze

Wechsel im Fußball: Wie die Fünf-Wechsel-Regel und die drei Fenster funktionieren
KI-generiertes Bild · Soccer Addicted

Erlaubt sind höchstens fünf Wechsel, verteilt auf drei Wechselfenster, und was in der Halbzeitpause passiert, kostet kein Fenster. Das ist die kurze Antwort. Regel 3 schreibt niemandem fünf Wechsel vor: Sie setzt fünf als Obergrenze und überlässt die Entscheidung dem Veranstalter des Wettbewerbs, also der FIFA, einer Konföderation oder einem nationalen Verband. Ein Wettbewerb darf auch weniger zulassen. Die Grenze von drei Fenstern gilt dort, wo das Reglement die fünf Wechsel tatsächlich erlaubt.

Diese Grenze gilt nicht für jedes Spiel. Regel 3 bindet sie an Wettbewerbe der Männer und der Frauen mit ersten Mannschaften aus der höchsten Spielklasse sowie an A-Nationalmannschaften, und nur dort, wo das Reglement bis zu fünf Auswechselspieler zulässt. Die Weltmeisterschaft 2026 ist genau so gebaut: Artikel 36.2 des Turnierreglements erlaubt jeder Mannschaft maximal fünf Wechsel. Außerhalb dieses Rahmens entscheidet über die Zahl derjenige, der den Wettbewerb ausrichtet.

Ein Fenster ist eine Wechselgelegenheit, kein Spieler. Jede Mannschaft hat drei pro Partie. Wer bei derselben Spielunterbrechung zwei oder drei Spieler bringt, verbraucht nur eine davon. Wechseln beide Teams im selben Moment, zählt das Fenster für jede Mannschaft, wie das Reglement der WM 2026 ausdrücklich festhält. Der Grund steht seit dem ersten Tag im Text: Die IFAB wollte Unterbrechungen des Spiels vermeiden. Ohne diese Bremse würden fünf Wechsel fünf Pausen bedeuten.

Von der Pandemie zur Dauerregel

Die fünf Wechsel begannen als Notlösung. Am 8. Mai 2020 gab die IFAB auf Vorschlag der FIFA die Option frei, wegen der Covid-19-Pandemie und des gedrängten Spielkalenders, und überließ die Anwendung jedem Wettbewerbsveranstalter. Schon damals stand fest, dass jede Mannschaft nur drei Gelegenheiten zum Wechseln bekommt, damit die Partie nicht zerstückelt wird. Und schon damals waren Wechsel in der Halbzeitpause erlaubt.

Dauerhaft wurde die Regel mit der Ausgabe 2022/23 der Spielregeln. Die Entscheidung fiel auf der 136. Jahreshauptversammlung der IFAB, verkündet am 13. Juni 2022, gültig seit dem 1. Juli 2022. Im selben Beschluss wurde die Beschränkung auf drei Wechselfenster plus Halbzeitpause bestätigt. Die offizielle Seite der FIFA nennt dasselbe Datum, dieselbe Versammlung und denselben Beginn der Gültigkeit. Was als Notbehelf der Pandemie anfing, steht heute schlicht in Regel 3.

Wechsel in der Halbzeitpause kosten kein Fenster. Das ist die Lücke, von der der moderne Fußball lebt: Wer in der Kabine zwei oder drei Spieler bringt, kommt mit drei unangetasteten Fenstern und frischen Beinen auf der Bank aus der Pause zurück. Diese Wechsel zählen weiterhin zu den insgesamt fünf, aber nicht zu den Gelegenheiten. Deshalb wird zur Pause so viel getauscht, auch wenn niemand verletzt ist.

In der Verlängerung geht nichts verloren. Auswechselspieler und Fenster, die in der regulären Spielzeit übrig blieben, gelten weiter. Und wenn das Reglement des Wettbewerbs es vorsieht, bekommt jede Mannschaft zusätzlich einen Auswechselspieler und ein weiteres Fenster, auch wer schon alles verbraucht hat. In der Praxis sind das bis zu sechs Wechsel und bis zu vier Fenster. Die Pause vor der Verlängerung und die Pause in der Verlängerung kosten ebenfalls keine Gelegenheit.

Der Wechsel nach Gehirnerschütterung

Der Wechsel nach Gehirnerschütterung läuft außerhalb dieses Systems. Er ist zusätzlich und dauerhaft: einer pro Mannschaft und Spiel, möglich auch dann, wenn alle fünf normalen Wechsel schon verbraucht sind. Er kostet kein Fenster, denn er wird getrennt von der Grenze für normale Gelegenheiten gezählt. Dauerhaft ist wörtlich gemeint: Der Spieler mit einer tatsächlichen oder vermuteten Gehirnerschütterung darf in diesem Spiel nicht mehr mitwirken. Über den Fall entscheidet das medizinische Team der Mannschaft, nicht die Schiedsrichter. Der Gegner erhält dafür einen zusätzlichen Auswechselspieler und eine zusätzliche Gelegenheit.

Automatisch ist davon nichts. Der Wechsel nach Gehirnerschütterung ist eine Option, die jeder Wettbewerb selbst übernimmt, beschlossen auf der 138. Jahreshauptversammlung der IFAB am 2. März 2024 in Schottland und in Kraft seit dem 1. Juli 2024. Das Reglement legt auch fest, wie viele Auswechselspieler nominiert werden dürfen, von drei bis höchstens fünfzehn. Bei der WM 2026 umfasst die Spielliste bis zu 26 Namen: 11 in der Startelf und bis zu 15 auf der Bank. Und der Moment zählt: Der Wechsel ist erst vollzogen, wenn der Auswechselspieler das Spielfeld betritt.

SituationWechselFenster
Reguläre Spielzeit, höchste Spielklasse und A-Nationalteams53
Wechsel in der Halbzeitpauseinnerhalb der 5keines
Verlängerung, sofern das Reglement es vorsieht64
Gehirnerschütterung, pro Team und Spiel1 zusätzlichkeines
Nominierte Auswechselspieler auf der Bank3 bis 15entfällt

Seit dem 1. Juli 2026 gehört auch der Weg vom Platz zur Regel. Wer ausgewechselt wird, hat zehn Sekunden, um das Spielfeld zu verlassen, gezählt ab dem Anzeigen der Tafel durch den vierten Offiziellen oder ab dem Zeichen des Schiedsrichters, wenn es keine Tafel gibt. Dauert es länger, spielt die Mannschaft eine Weile in Unterzahl: Der Auswechselspieler darf erst bei der ersten Unterbrechung kommen, nachdem seit der Spielfortsetzung eine Minute durchlaufender Zeit vergangen ist. Die IFAB stellte die Maßnahme als Mittel gegen Zeitspiel vor.

Außerhalb der Elite sieht das Bild anders aus. In den übrigen Spielen dürfen sich beide Mannschaften vor dem Spiel auf eine höhere Zahl von Auswechselspielern einigen und den Schiedsrichter informieren; ohne Einigung liegt die Obergrenze bei sechs pro Team. In Freundschaftsspielen der A-Nationalmannschaften stieg die Zahl seit dem 1. Juli 2026 auf acht und kann bei beiderseitigem Einverständnis elf erreichen. Und nur im Jugendfußball, im Fußball der Senioren, im Behindertenfußball und im Breitenfußball darf ein ausgewechselter Spieler zurückkehren.

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Häufige Fragen

Wie viele Wechsel darf eine Mannschaft pro Spiel vornehmen?
Bis zu fünf, verteilt auf drei Fenster, in Wettbewerben, die die Obergrenze aus Regel 3 übernehmen. Wechsel in der Halbzeitpause kosten kein Fenster. In der Verlängerung kommen ein zusätzlicher Auswechselspieler und ein zusätzliches Fenster hinzu, sofern das Reglement es vorsieht.
Was passiert, wenn eine Mannschaft mehr wechselt als erlaubt?
Regel 3 sieht keine automatische Strafe vor. Der Wechsel ist erst vollzogen, wenn der Auswechselspieler mit Erlaubnis das Spielfeld betritt; wer ohne Erlaubnis auf das Feld kommt, wird verwarnt und wieder heruntergenommen, und das Spiel wird unterbrochen. Fortgesetzt wird mit direktem Freistoß am Ort des Eingriffs, wenn es einen Eingriff gab.
Gilt der Wechsel nach Gehirnerschütterung überall?
Nein. Er ist eine Option, die jeder Wettbewerb selbst übernimmt, von der IFAB am 2. März 2024 beschlossen und seit dem 1. Juli 2024 in Kraft. Wo er gilt, ist es einer pro Mannschaft und Spiel, er kostet kein Fenster, und der Gegner erhält einen zusätzlichen Auswechselspieler.

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