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WM mit 48 Teams: mehr Tore in den Gruppen, Favoriten in der K.-o.-Phase

Die erste WM mit 48 Teams brachte 308 Tore in 104 Spielen. Doch nur 1 der 8 Gruppendritten kam über die Runde der letzten 32 hinaus, und die ersten 4 der Weltrangliste vom 11. Juni 2026 standen im Halbfinale.

Lucas G. de Moraes
Von Lucas G. de Moraes

12. September 2026 um 17:30 · vor 1 Std. · 15 Min. Lesezeit

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Von unserer KI-Redaktion verfasst und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Redaktionelle Grundsätze

WM mit 48 Teams: mehr Tore in den Gruppen, Favoriten in der K.-o.-Phase
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Am 19. Juli 2026 beendete Spanien die erste Weltmeisterschaft mit 48 Teams mit einem 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien. Nach 90 Minuten stand es 0:0, Ferran Torres erzielte in der 106. Minute das einzige Tor. Es war Spaniens zweiter WM-Titel, gewonnen mit 1 Gegentor in 8 Spielen: laut FIFA vom 20. Juli 2026 die wenigsten Gegentore eines Weltmeisters bei allen Weltmeisterschaften bis einschließlich 2026. An jenem 19. Juli wurde Spanien das erste Land, das zugleich den WM-Titel der Männer und den der Frauen hielt.

Die WM, ausgetragen vom 11. Juni bis 19. Juli 2026, brachte laut FIFA 308 Tore in 104 Spielen, 2,96 pro Partie. In der historischen Tabelle von worldfootball.net hatten nur 7 der 23 bis 2026 ausgetragenen Turniere einen höheren Schnitt. Am höchsten lag er in der Gruppenphase: 215 Tore in 72 Spielen, 2,99 pro Partie. Dabei betrug der typische Abstand zwischen zwei Gegnern in der FIFA-Weltrangliste 27,3 Plätze, laut Sky Sports vom 21. Juli 2026 der größte bis 2026 gemessene Wert. Ab der K.-o.-Phase setzten sich die Favoriten durch: Nur 1 der 8 Gruppendritten überstand die Runde der letzten 32, und das im Elfmeterschießen. Die ersten 4 der Weltrangliste vom 11. Juni 2026 erreichten erstmals gemeinsam das Halbfinale. Nach den am 11. September 2026 geprüften Zahlen verbreiterte die Aufstockung den Zugang, nicht die Spitze.

Wie das Format mit 48 Teams funktionierte

Am 14. März 2023 beschloss der FIFA-Rat einstimmig, das für 2026 vorgesehene Format zu ändern. Statt 16 Gruppen mit je 3 Teams gab es 12 Gruppen mit je 4. Die 2 Ersten jeder Gruppe und die 8 besten Dritten zogen in eine neue Runde ein, die Runde der letzten 32. Laut FIFA senkte das überarbeitete Format das Risiko von Absprachen, garantierte jedem Team mindestens 3 Spiele und sorgte für ausgeglichene Ruhezeiten zwischen den Gegnern.

Die Folgen lassen sich in Spielen und Tagen zählen. An der WM 2026 nahmen 48 Teams teil, 16 mehr als bei den 7 Turnieren davor, von 1998 bis 2022. Die Zahl der Spiele stieg von 64 auf 104, und wer das Halbfinale erreichte, bestritt 8 Spiele statt 7. Das Turnier dauerte 39 Tage, 2022 waren es 29. Laut FIFA standen 1.039 Spieler in den Kadern.

Die meisten Regeln verlangte die Tabelle der Gruppendritten, die es bei der WM schon 1990 und 1994 mit 24 Teams gegeben hatte. Bei 12 Gruppen und 8 Plätzen blieben 4 Dritte draußen. Die Kriterien in dieser Reihenfolge: Punkte; Tordifferenz; erzielte Tore; Fair-Play-Wertung, also die Bilanz aus Gelben und Roten Karten; die FIFA-Weltrangliste vom 11. Juni 2026; und frühere Ausgaben der Rangliste, bis eine Entscheidung fällt.

Der Turnierbaum hing davon ab, aus welchen Gruppen die Dritten kamen. 8 aus 12 Gruppen auszuwählen ergibt 495 Kombinationen (12 mal 11 mal 10 mal 9, geteilt durch 24), und jede führte zu anderen Paarungen, wie Grey Whitebloom in Sports Illustrated zeigte. Die 495 Varianten stehen in Anhang C des Reglements. 2026, mit den Dritten der Gruppen B, D, E, F, I, J, K und L, galt Variante 67. Der Aufbau schuf zwei Klassen von Gruppensiegern: 8 Sieger, die der Gruppen A, B, D, E, G, I, K und L, trafen auf die 8 Dritten, die übrigen 4, aus C, F, H und J, auf Gruppenzweite.

Der Torschnitt: hoch in den Gruppen, niedriger in der K.-o.-Phase

In der historischen Tabelle von worldfootball.net, in einer am 22. Juli 2026 archivierten Fassung, lagen die 2,96 von 2026 auf dem 8. Platz unter den 23 bis 2026 ausgetragenen Turnieren. Die 7 mit höherem Schnitt: 1954 (5,38), 1938 (4,67), 1934 (4,12), 1950 (4), 1930 (3,89), 1958 (3,6) und 1970 mit 95 Toren in 32 Spielen, 2,97. Sky Sports sprach in einem Text vom 21. Juli 2026 vom zweithöchsten Schnitt einer WM zwischen 1966 und 2026, praktisch gleichauf mit 1970.

Fairer ist der Vergleich mit den 7 Weltmeisterschaften mit 32 Teams, alle mit 64 Spielen. Von 1998 bis 2022 lag der Schnitt zwischen 2,27 im Jahr 2010 und 2,69 im Jahr 2022. Den niedrigsten Wert aller Turniere verzeichnet dieselbe Tabelle für 1990: 2,21. Die Zahlen von worldfootball.net:

WMSpieleToreSchnitt pro Spiel
197032952,97
1998641712,67
2002641612,52
2006641472,30
2010641452,27
2014641712,67
2018641692,64
2022641722,69
20261043082,96

Der Anstieg lässt sich genau verorten. Die Gruppenphase brachte 215 Tore in 72 Spielen, laut FIFA-Bilanz vom 28. Juni 2026 die höchste Gesamtzahl einer Gruppenphase bis 2026. Rekord war die Summe: Der Schnitt, von der FIFA auf drei pro Spiel gerundet, war keiner. NGN Offside, der Datenblog von Northeastern Global News, meldete am selben Tag 2,99, den höchsten Wert seit 1958. Bei beIN Sports hieß es 2,98, doch 215 geteilt durch 72 ergibt 2,986, gerundet 2,99.

Ab der K.-o.-Phase sank der Schnitt: 93 Tore in 32 Spielen, 2,91, nach Berechnung der Redaktion. Die Runde der letzten 32 brachte 42 Tore in 16 Spielen, 2,63. So viel bleibt von den 280 Toren in 96 Spielen aus der FIFA-Bilanz vom 8. Juli 2026, wenn man die 215 der Gruppenphase und die 23 des Achtelfinals abzieht. Im Viertelfinale fielen 12 Tore in 4 Spielen, im Halbfinale 5 in 2, im Spiel um den dritten Platz 10 und im Finale 1.

Ein einziges Spiel treibt den Schnitt nach oben: Englands 6:4 gegen Frankreich im Spiel um den dritten Platz am 18. Juli 2026. Ohne dessen 10 Tore hätte die K.-o.-Phase 83 Tore in 31 Spielen gebracht, 2,68, innerhalb der Spanne der Weltmeisterschaften mit 32 Teams. Nach diesem Spiel stand die WM bei 307 Toren in 103 Partien, 2,98, laut ESPN in einem Text vom 19. Juli 2026 der höchste Schnitt seit 1958. Das 1:0 im Finale drückte den Wert auf 2,96, unter die 2,97 von 1970.

Was die FIFA-Weltrangliste misst: das Gefälle

Maßstab der folgenden Rechnungen ist die FIFA-Weltrangliste vom 11. Juni 2026, veröffentlicht Stunden vor dem Eröffnungsspiel. Darin lag Argentinien mit 1.877,27 Punkten auf Platz 1, vor Spanien (1.874,71), Frankreich (1.870,70) und England (1.828,02). Weit dahinter standen Kap Verde auf Platz 67, Ghana auf Platz 73 und Neuseeland auf Platz 85, das am schlechtesten platzierte der 48 Teams.

Laut Adam Smith, Fußball-Datenredakteur von Sky Sports, in einem Text vom 21. Juli 2026 lag der typische Abstand zwischen zwei Gegnern bei der WM 2026 bei 27,3 Plätzen, dem größten bis 2026 gemessenen Wert; die Zahl gilt für das gesamte Turnier. Die besser platzierten Teams gewannen 66,3% der Spiele, eine der höchsten Quoten bei den Weltmeisterschaften zwischen der Einführung der Rangliste 1992 und der WM 2026. Die schlechter platzierten gewannen 14,4%. Bei 104 Spielen ergibt das nach Berechnung der Redaktion 69 Siege der besser und 15 der schlechter platzierten Teams sowie 20 Unentschieden. Nur 4 Siege gelangen Teams, die 20 oder mehr Plätze hinter dem Gegner lagen.

Unentschieden eingerechnet, nannte Sky als größte Überraschungen Ghanas 0:0 gegen England, Kap Verdes 0:0 gegen Spanien und Neuseelands 2:2 gegen Iran. In der Rangliste vom 11. Juni 2026 betrugen die Abstände 69 Plätze (Ghana 73., England 4.), 65 (Kap Verde 67., Spanien 2.) und 65 (Neuseeland 85., Iran 20.).

Nach Berechnung der Redaktion mit der Rangliste vom 11. Juni 2026 erfüllen folgende Ergebnisse das Kriterium von Sky: Ghana (73.) 1:0 gegen Panama (34.) in Gruppe L, Abstand 39 Plätze; Südafrika (60.) 1:0 gegen Südkorea (25.) in der Gruppenphase, 35; Norwegen (31.) 2:1 gegen Brasilien (6.) im Achtelfinale, 25; und Paraguay (41.) 1:1 gegen Deutschland (10.) in der Runde der letzten 32, 31. Dieses Spiel zählt nur, wenn Paraguays Weiterkommen im Elfmeterschießen als Sieg gewertet wird.

NGN Offside erklärte die Tore der Gruppenphase mit Daten von Brennan Klein vom NetSI Sport in zwei Teilen. Der erste ist das Format: Mit 48 Teams gab es mehr Spiele zwischen gut und schlecht platzierten Mannschaften. Den zweiten erklärt das Format nicht: Die wichtigsten Spieler verwandelten Schüsse mit niedrigem xG, also mit geringer Torwahrscheinlichkeit, häufiger als bei früheren Weltmeisterschaften.

Die Runde der letzten 32 und die acht Gruppendritten

Die neue Runde vom 28. Juni bis 3. Juli 2026 brachte 16 Spiele, 42 Tore und einen Schnitt von 2,63, weniger als die Gruppenphase und weniger als die gesamte WM 2022. Drei Spiele gingen nach 1:1 ins Elfmeterschießen: Paraguay schaltete Deutschland mit 4:3 aus, Marokko setzte sich mit 3:2 gegen die Niederlande durch, Ägypten warf Australien mit 4:2 hinaus.

Sieben der 8 qualifizierten Gruppendritten holten 4 Punkte. Senegal kam mit 3 Punkten und einer Tordifferenz von +2 weiter; Iran landete mit 3 Punkten und Tordifferenz 0 auf Rang 9 und schied aus. Alle 8 trafen auf Gruppensieger und waren in jedem Duell nach der Rangliste vom 11. Juni 2026 das schlechter platzierte Team. Das Ergebnis folgte der Rangliste: 7 schieden gleich in der ersten K.-o.-Runde aus. Zusammen erzielten die 8 Dritten in der Runde der letzten 32 nach Berechnung der Redaktion 4 Tore und kassierten 16.

GruppendritterGruppePunkteTordifferenzGegner in der Runde der letzten 32ErgebnisEndstation
DR KongoK4+1England1:2Runde der letzten 32
SchwedenF40Frankreich0:3Runde der letzten 32
GhanaL40Kolumbien0:1Runde der letzten 32
EcuadorE40Mexiko0:2Runde der letzten 32
Bosnien und HerzegowinaB4-1USA0:2Runde der letzten 32
AlgerienJ4-2Schweiz0:2Runde der letzten 32
ParaguayD4-2Deutschland1:1 (4:3 im Elfmeterschießen)Achtelfinale (0:1 gegen Frankreich)
SenegalI3+2Belgien2:3 (nach Verlängerung)Runde der letzten 32

Die Ausnahme war Paraguay, Platz 41 der Rangliste vom 11. Juni 2026, das gegen Deutschland (10.) 1:1 spielte und im Elfmeterschießen gewann. Im Achtelfinale verlor Paraguay mit 0:1 gegen Frankreich, und kein Gruppendritter erreichte das Viertelfinale.

Senegal, Platz 15 der Rangliste vom 11. Juni 2026, führte gegen Belgien (9.) mit 2:0, durch Tore von Diarra in der 25. Minute und Ismaïla Sarr in der 51. Lukaku verkürzte in der 86. Minute, Tielemans glich in der 89. aus und entschied die Partie in der Verlängerung per Elfmeter in Minute 120+5: 3:2 für Belgien.

Bosnien und Herzegowina, Platz 64 der Rangliste vom 11. Juni 2026, qualifizierte sich für die WM mit einem Sieg im Elfmeterschießen gegen Italien im Finale der europäischen Play-offs. Italien, damals mit vier WM-Titeln, wurde der erste ehemalige Weltmeister, der drei Weltmeisterschaften in Folge verpasste. Bei der WM kam Bosnien als Dritter der Gruppe B weiter und schied in der Runde der letzten 32 mit 0:2 gegen die USA (17.) aus.

Der Trichter: wer in jeder Runde übrig blieb

Der Zugang wurde breiter, und Afrika nutzte ihn wie nie zuvor. Von den 32 Teams der Runde der letzten 32 kamen 13 aus der UEFA, 9 aus der CAF, 5 aus der CONMEBOL, 3 aus der CONCACAF und 2 aus der AFC, so die FIFA am 28. Juni 2026. Vor 2026 hatten nie mehr als 2 afrikanische Teams die K.-o.-Phase einer WM erreicht: 2 waren es 2014 und 2 im Jahr 2022.

Danach schloss sich der Trichter. Nach Berechnung der Redaktion brachte die CAF 2 Teams ins Achtelfinale, Marokko und Ägypten, beide über das Elfmeterschießen, und 1 ins Viertelfinale: Marokko, das Kanada mit 3:0 schlug und laut FIFA als erstes afrikanisches Team zum zweiten Mal das Viertelfinale erreichte. Die AFC war im Achtelfinale nicht mehr vertreten. Kanada, Mexiko und die USA, die 3 CONCACAF-Teams in der K.-o.-Phase, schieden im Achtelfinale aus.

Im Viertelfinale standen 6 europäische Teams, Marokko und Argentinien, darunter 4 frühere Weltmeister: Argentinien, England, Frankreich und Spanien. Norwegen, das Brasilien im Achtelfinale mit 2:1 ausschaltete, erreichte erstmals in seiner Geschichte das Viertelfinale, und die Schweiz stand laut FIFA vom 8. Juli 2026 zum ersten Mal seit 1954 wieder im Viertelfinale.

Im Halbfinale schloss sich die Spitze. Spanien, Frankreich, England und Argentinien, die ersten 4 der Rangliste vom 11. Juni 2026, erreichten das Halbfinale. Laut FIFA vom 12. Juli 2026 hatten nie zuvor die ersten 4 der Rangliste gemeinsam diese Runde erreicht, und nie waren alle 4 Halbfinalisten aus den Top 10 gekommen; die Rangliste wurde im Dezember 1992 eingeführt. Im Trichter nach Konföderationen stammt die Spalte zur Runde der letzten 32 von der FIFA, die folgenden sind Zählungen der Redaktion auf Basis der Ergebnisse:

KonföderationBei der WMLetzte 32AchtelfinaleViertelfinaleHalbfinale
UEFA1613763
CONMEBOL65411
CAF109210
CONCACAF63300
AFC92000
OFC10000
Gesamt48321684

Arsène Wenger, laut einer Mitteilung vom 20. Juli 2026 Chef der globalen Fußballentwicklung der FIFA, sagte, die WM werde unter anderem für eine „größere weltweite sportliche Ausgeglichenheit“ in Erinnerung bleiben. Die Zahlen stützen den Teil über den Zugang, nicht eine offenere Spitze: Kein Team außerhalb von UEFA und CONMEBOL erreichte das Halbfinale.

Spaniens Weg zum Titel

Der Weltmeister von 2026 brauchte laut NPR als erster 8 Spiele für den Pokal. Spanien unter Luis de la Fuente beendete die Gruppe H auf Platz 1 mit 7 Punkten: 0:0 gegen Kap Verde (67. der Rangliste vom 11. Juni 2026), 4:0 gegen Saudi-Arabien (61.) und 1:0 gegen Uruguay (16.).

In der Runde der letzten 32 gewann Spanien am 2. Juli 2026 mit 3:0 gegen Österreich (24. der Rangliste vom 11. Juni 2026), der erste spanische Sieg in einem K.-o.-Spiel einer WM seit dem Finale 2010. Im Achtelfinale schlug Spanien Portugal (5.) mit 1:0. Im Viertelfinale besiegte es Belgien (9.) mit 2:1; der belgische Ausgleich, ein Kopfball von Charles De Ketelaere kurz vor der Pause, war das einzige Gegentor Spaniens im Turnier. Im Halbfinale am 14. Juli schaltete es Frankreich (3.) mit 2:0 aus, im Finale besiegte es Argentinien (1.).

Die 8 Spiele ergeben 14 erzielte Tore und 1 Gegentor, dieselbe Rechnung wie bei der FIFA. Die 14 Tore waren Spaniens höchste Ausbeute bei einer WM bis 2026. Unai Simón blieb in 7 Spielen ohne Gegentor, der Höchstwert eines Torhüters bei einem einzelnen Turnier bis 2026, und der Sieg vom 19. Juli 2026 verlängerte Spaniens Serie ohne Niederlage in der regulären Spielzeit auf 38 Spiele. Laut Sky Sports fielen nur 3 der 14 Tore nach Standardsituationen, 21,4%.

Das Finale war in den Zahlen einseitig: Laut dem englischsprachigen Wikipedia-Artikel zum Finale kam Spanien auf 20 Abschlüsse, 12 davon aufs Tor, und 65% Ballbesitz; Argentinien auf 2 Abschlüsse, keinen davon aufs Tor, und 35%. Argentinien spielte nach dem Platzverweis gegen Enzo Fernández in der zweiten Halbzeit mit 10 Spielern und gab in der regulären Spielzeit keinen Abschluss ab, das erste WM-Finale, in dem das geschah. Die 2 argentinischen Abschlüsse fielen also in der Verlängerung. Emiliano Martínez kam auf 11 Paraden, die meisten, die bis einschließlich 2026 in einem WM-Finale registriert wurden.

Was die Zahlen nicht hergeben

Der Maßstab bewegt sich. Die FIFA-Weltrangliste wurde während der WM live aktualisiert, und am 12. Juli 2026 lag Frankreich in der Live-Wertung auf Platz 1, Argentinien und Spanien je eine Position tiefer als am 11. Juni. Das Etikett Überraschung hängt in den Rechnungen der Redaktion vom Stand des 11. Juni 2026 ab.

Der Schnitt misst unterschiedliche Turniere. Die 2,96 von 2026 stammen aus 104 Spielen, die 2,97 von 1970 aus 32. Und ein Teil der Gruppentore von 2026 ging auf verwandelte Schüsse mit niedrigem xG zurück, eine Abschlussstärke, die Northeastern vom Effekt des Formats getrennt hat.

Kumulierte Bestmarken wachsen mit der Zahl der Spiele. Kylian Mbappé kam am 18. Juli 2026 auf 10 Tore und war laut ESPN der erste Spieler mit 10 oder mehr Toren bei einer einzigen WM seit Gerd Müller für die BR Deutschland 1970, in einem Turnier, in dem ein Halbfinalist 8 Spiele bestritt.

Gruppendritter ist keine Sackgasse. 1990 und 1994, mit 24 Teams, zogen die 6 Gruppensieger, die 6 Zweiten und die 4 besten Dritten ins Achtelfinale ein. 1990 lag Argentinien in Gruppe B nach Punkten und Tordifferenz gleichauf mit Rumänien, landete wegen weniger erzielter Tore dahinter, kam als Dritter weiter und wurde Vizeweltmeister hinter der BR Deutschland. 1994 kam Italien als Dritter der Gruppe E weiter und wurde Vizeweltmeister hinter Brasilien. 2026 kam kein Dritter über das Achtelfinale hinaus.

Nach den am 11. September 2026 geprüften Daten endete die erste WM mit 48 Teams mit 308 Toren in 104 Spielen und den ersten 4 der Rangliste vom 11. Juni 2026 im Halbfinale. Das Format vervielfachte die Spiele und die Plätze in der K.-o.-Phase; den Titel holte eine Abwehr, die nur ein einziges Mal bezwungen wurde, von De Ketelaere im Viertelfinale.

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Quellen

Häufige Fragen

Wie hoch war der Torschnitt bei der WM 2026?
Laut FIFA endete die WM 2026 mit 308 Toren in 104 Spielen, einem Schnitt von 2,96 pro Spiel. In der historischen Tabelle von worldfootball.net hatten nur 7 der 23 bis 2026 ausgetragenen Turniere einen höheren Schnitt; 1970 lag er bei 2,97. Die Gruppenphase brachte 215 Tore in 72 Spielen, die K.-o.-Phase 93 Tore in 32 Spielen, nach Berechnung der Redaktion 2,91.
Wie weit kamen die Gruppendritten bei der WM 2026?
Von den 8 qualifizierten Gruppendritten schieden 7 in der Runde der letzten 32 aus, alle gegen Gruppensieger. Nur Paraguay kam weiter, mit einem Sieg im Elfmeterschießen gegen Deutschland nach 1:1, und scheiterte im Achtelfinale mit 0:1 an Frankreich. In der Runde der letzten 32 erzielten die 8 Dritten zusammen 4 Tore und kassierten 16.
Wie viele Gegentore kassierte Spanien bei der WM 2026?
1 Tor in 8 Spielen, laut FIFA die wenigsten Gegentore eines Weltmeisters bei allen Weltmeisterschaften bis einschließlich 2026. Das Tor erzielte Charles De Ketelaere für Belgien per Kopf im Viertelfinale, das Spanien mit 2:1 gewann. Unai Simón blieb in 7 Spielen ohne Gegentor.
Was waren die größten Überraschungen der WM 2026?
Unentschieden eingerechnet, nannte Sky Sports in einer Analyse vom 21. Juli 2026 Ghanas 0:0 gegen England, Kap Verdes 0:0 gegen Spanien und Neuseelands 2:2 gegen Iran. Laut derselben Analyse gab es nur 4 Siege von Teams, die in der FIFA-Weltrangliste 20 oder mehr Plätze hinter dem Gegner lagen. Nach Berechnung der Redaktion mit der Rangliste vom 11. Juni 2026 erfüllt Norwegens 2:1 gegen Brasilien im Achtelfinale dieses Kriterium: 25 Plätze Abstand.
Wie viele afrikanische Teams erreichten die K.-o.-Phase der WM 2026?
9 der 10 CAF-Teams erreichten laut FIFA die Runde der letzten 32; vor 2026 hatten nie mehr als 2 afrikanische Teams die K.-o.-Phase einer WM erreicht. Zwei kamen ins Achtelfinale, Marokko und Ägypten, und nur Marokko erreichte das Viertelfinale.
Warum gab es bei der WM 2026 495 Kombinationen für die Gruppendritten?
Weil 8 der 12 Gruppen einen Dritten in die K.-o.-Phase schickten und die Auswahl von 8 aus 12 Gruppen 495 Kombinationen ergibt. Jede legte einen anderen Turnierbaum fest, veröffentlicht in Anhang C des Reglements. 2026, mit den Dritten der Gruppen B, D, E, F, I, J, K und L, galt Variante 67.