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Community Shield erklärt: Was Supercups sind und warum es sie gibt

Was der Community Shield ist, wer antritt, was nach einem Double passiert und warum fast jedes Land ein Einzelspiel zwischen seinen Meistern austrägt.

Lucas G. de Moraes
Von Lucas G. de Moraes

18. August 2026 um 14:08 · vor 2 Std. · 3 Min. Lesezeit

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Von unserer KI-Redaktion verfasst und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Redaktionelle Grundsätze

Community Shield erklärt: Was Supercups sind und warum es sie gibt
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Der Community Shield ist der Supercup des englischen Fußballs: ein einzelnes Spiel vor dem Saisonstart zwischen dem Meister der Premier League und dem Sieger des FA Cup. Das ist die Grundidee jedes Supercups weltweit, eine Partie zwischen dem Träger des Ligatitels und dem Träger des wichtigsten nationalen Pokals, um einen Meister der Meister zu ermitteln. Es ist ausdrücklich kein Turnierfinale, und genau deshalb irritiert es Zuschauer, die nach vorherigen Runden suchen und keine finden.

Der Modus ist schlicht. Ein Spiel, kein Hin- und Rückspiel, keine Gesamtwertung, organisiert vom englischen Verband und in der Moderne in Wembley ausgetragen. Steht es nach neunzig Minuten unentschieden, gibt es keine Verlängerung, sondern direkt Elfmeterschießen. Über lange Strecken der Geschichte bedeutete ein Remis dagegen einen geteilten Titel: Jeder Klub durfte die Trophäe ein halbes Jahr behalten, eine Regelung, die vor der Einführung des Elfmeterschießens mehrere gemeinsame Sieger hervorbrachte.

Die Regel mit dem größten Verwirrungspotenzial betrifft das Double. Gewinnt ein Klub Liga und Pokal, fehlt der zweite Qualifikant, weshalb der Vizemeister der Premier League nachrückt. Der Supercup ist dann eine Neuauflage des Titelrennens statt eines Duells zweier verschiedener Titelträger. Auch der karitative Ursprung steckt weiter im Namen: Die Einnahmen fließen in gemeinnützige und Amateurprojekte, ein direktes Erbe der Anfangsjahre dieser Partie.

Diese Anfänge liegen im frühen zwanzigsten Jahrhundert, als das Spiel als Charity Shield entstand und zu Spendenzwecken die Meister konkurrierender Ligen gegeneinander antreten ließ. Über die Jahrzehnte variierten die Paarungen stark, bis hin zu Amateuren gegen Profis und Auswahlmannschaften, bevor sich die Formel Ligameister gegen Pokalsieger durchsetzte. Ab den 1970er-Jahren wurde Wembley zur festen Bühne, und Anfang der 2000er-Jahre erhielt das Spiel den Namen Community Shield, passend zur Verwendung der Erlöse.

Fast jedes Land kennt ein Pendant. In Deutschland trafen im Supercup Bundesliga-Meister und DFB-Pokal-Sieger aufeinander; der Wettbewerb wurde nach den 1980er- und 1990er-Jahren unterbrochen und Anfang der 2010er-Jahre von der Liga wiederbelebt. Spanien baute seine Supercopa vom Einzelspiel zu einem Vierer-Turnier im Januar um, häufig im Ausland. Italien ging mit der Supercoppa einen ähnlichen kommerziellen Weg, Frankreich hat den Trophée des Champions, Brasilien seine Supercopa. Kontinental treffen im UEFA Super Cup die Sieger von Champions League und Europa League aufeinander.

Zwei Missverständnisse lohnen die Korrektur. Ein Supercup ist kein Freundschaftsspiel: Es gibt eine Trophäe, Medaillen und eine anerkannte Siegerliste, und beide Teams wollen gewinnen. Gleichzeitig hat er nicht das Gewicht einer Meisterschaft oder eines langen Pokals, bringt keinen europäischen Startplatz und bleibt konventionell außerhalb der Rechnung bei Double und Triple. Trainer nutzen die Partie oft als Generalprobe, rotieren stark und testen Neuzugänge, was das Niveau gelegentlich unrund wirken lässt.

Der aktuelle Konflikt um Supercups heißt Kalender und Standort. Weil nationale Spielzeiten länger und internationale Wettbewerbe größer werden, rutschen diese Einzelspiele in enge Fenster und werden zunehmend ins Ausland verkauft, wo die Erlöse höher sind. Formate werden umgebaut, teilweise zu Mini-Turnieren mit Halbfinals. Unverändert bleibt die Grundlogik: Zwei Mannschaften, die schon etwas gewonnen haben, treffen sich einmal um eine Trophäe, die eher zeremoniell als entscheidend ist, aber den Titel Meister der Meister verspricht.

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Häufige Fragen

Was ist der Community Shield?
Er ist der Supercup des englischen Fußballs, ein Einzelspiel vor dem Saisonstart zwischen dem Meister der Premier League und dem Sieger des FA Cup. Ausgerichtet wird er vom englischen Verband, die Erlöse gehen an gemeinnützige Zwecke.
Wer spielt, wenn ein Klub Liga und Pokal gewinnt?
Beim Double fehlt der zweite Titelträger, deshalb rückt der Vizemeister der Premier League nach. Das Spiel wird damit zur Neuauflage des Duells der beiden besten Ligateams.
Gibt es im Community Shield eine Verlängerung?
Nein. Steht es nach neunzig Minuten unentschieden, folgt direkt das Elfmeterschießen. In früheren Zeiten teilten sich beide Klubs nach einem Remis die Trophäe.

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