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Copa do Brasil: Format, Runden und Prämien im Überblick

Wie Brasiliens nationaler Pokal funktioniert: Qualifikation, Auslosung, Modus der Runden, Prämienverteilung und was der Sieger konkret gewinnt.

Lucas G. de Moraes
Von Lucas G. de Moraes

15. August 2026 um 07:27 · vor 41 Std. · 2 Min. Lesezeit

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Copa do Brasil: Format, Runden und Prämien im Überblick
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Die Copa do Brasil ist der nationale Pokalwettbewerb Brasiliens, seit 1989 vom Verband CBF ausgetragen. Anders als die Meisterschaft, die über eine lange Punkterunde entschieden wird, gilt hier das reine K.-o.-Prinzip: Eine verlorene Paarung beendet den Weg. Funktional entspricht der Wettbewerb dem DFB-Pokal, mit einem zusätzlichen Anreiz von erheblichem Gewicht, der Sieger erhält einen Startplatz in der Gruppenphase der Copa Libertadores und trifft im nationalen Supercup auf den Meister.

Die Teilnehmerzahl schwankte im Lauf der Jahrzehnte deutlich: von rund 32 Klubs in der Anfangszeit bis zu weit über 80 in den erweiterten Formaten. Die Startplätze werden über mehrere Wege vergeben, über die Platzierungen in den Staatsmeisterschaften, über die nationale Klubrangliste der CBF, über Regionalpokale wie die Copa do Nordeste und die Copa Verde sowie über die Tabellen der nationalen Ligen. Die Auslosung erfolgt in Töpfen, die sich an dieser Rangliste orientieren.

Der Modus der ersten Runden wurde mehrfach angepasst: Sie wurden sowohl in einem einzigen Spiel als auch in Hin- und Rückspiel ausgetragen, je nach geltendem Reglement der Saison. Ab dem Achtelfinale ist das Format stabil, mit zwei Partien pro Paarung. Steht es nach dem Rückspiel im Gesamtergebnis unentschieden, entscheidet das Elfmeterschießen. Die Auswärtstorregel wird nicht mehr angewendet, was die taktische Anlage des Hinspiels spürbar verändert hat.

Eine historische Besonderheit sorgte jahrzehntelang für Verwirrung: In den frühen Runden galt lange die Regel, dass eine Paarung sofort entschieden war, wenn das Gastteam das Hinspiel mit zwei oder mehr Toren Differenz gewann, das Rückspiel entfiel ersatzlos. Eine weitere strukturelle Änderung betraf die Libertadores-Teilnehmer, die früher gar nicht startberechtigt waren und später erst in den fortgeschrittenen Runden einsteigen durften, um den ohnehin dichten Kalender zu entlasten.

Ökonomisch ist die Copa do Brasil der wichtigste Hebel des Landes. Sie schüttet die höchsten Prämien aller nationalen Wettbewerbe des Kontinents aus, und zwar kumulativ: Jede überstandene Runde bringt eine zusätzliche Zahlung. Für Klubs aus unteren Spielklassen kann das Ausschalten eines Favoriten mehr einbringen als eine komplette Saison mit regulären Einnahmen, mit direkter Wirkung auf Gehälter, Infrastruktur und Reisekosten. Genau diese Asymmetrie macht den Pokal für kleine Vereine zum Höhepunkt des Jahres.

Die Geschichte belohnt diesen Ehrgeiz. Gremio gewann die Erstauflage 1989, und im Lauf der Jahre holten auch Klubs abseits der klassischen Machtzentren den Titel, darunter Criciuma, Juventude, Paysandu und Santo Andre. Cruzeiro und Gremio zählen zu den erfolgreichsten Namen der Wettbewerbsgeschichte. Die Überraschungen der frühen Runden, oft in kleinen Stadien und auf schwierigen Rasenflächen, sind längst ein kultureller Markenkern des Turniers geworden.

Drei Irrtümer halten sich hartnäckig. Das Finale ist kein Einzelspiel, sondern wird in Hin- und Rückspiel entschieden, bei Gleichstand per Elfmeterschießen. Auswärtstore zählen nicht doppelt. Und der Wettbewerb ist nicht der ersten Liga vorbehalten, da Klubs aller Spielklassen und aller Bundesstaaten teilnehmen können. Wichtig bleibt: Die CBF überarbeitet das Reglement in gewissen Abständen und passt Teilnehmerzahl sowie Modus der Anfangsrunden an, maßgeblich ist stets das offizielle Regelwerk der jeweiligen Saison.

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Häufige Fragen

Qualifiziert sich der Pokalsieger für die Copa Libertadores?
Ja. Der Sieger der Copa do Brasil erhält einen Startplatz in der Gruppenphase der Copa Libertadores. Zusätzlich trifft er im nationalen Supercup auf den brasilianischen Meister.
Wird das Finale in einem Spiel entschieden?
Nein, das Finale besteht aus Hin- und Rückspiel. Steht es nach beiden Partien im Gesamtergebnis unentschieden, folgt das Elfmeterschießen, denn die Auswärtstorregel wird nicht mehr angewendet.
Wer darf an der Copa do Brasil teilnehmen?
Startplätze werden über die Staatsmeisterschaften, die nationale Klubrangliste der CBF, Regionalpokale wie Copa do Nordeste und Copa Verde sowie über die nationalen Ligen vergeben. Dadurch sind Klubs aus allen Bundesstaaten und Spielklassen vertreten.

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