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Champions-League-Auslosung: So funktionieren Lostöpfe und Setzliste

Kompakter Leitfaden zur Champions-League-Auslosung: Wie die UEFA vier Lostöpfe bildet, warum der Klubkoeffizient die Setzliste bestimmt und welche Regeln gelten.

Champions-League-Auslosung: So funktionieren Lostöpfe und Setzliste
KI-generiertes Bild · Soccer Addicted

Die wichtigste Auslosung der Champions League, die der Ligaphase, legt die acht Gegner jedes Klubs fest und bestimmt, wo jedes Spiel stattfindet. Maßgeblich für die Einteilung der 36 Teilnehmer in vier Lostöpfe mit je neun Klubs ist der UEFA-Koeffizient, und jeder Klub bekommt pro Topf zwei Gegner, einen zu Hause und einen auswärts. Termine und Anstoßzeiten folgen später: Für 2026/27 sagte die UEFA zu, den Spielplan bis spätestens 29. August zu veröffentlichen, zwei Tage nach der Auslosung. Zufall ist im Spiel, aber innerhalb von Regeln. Bei der Auslosung 2026/27 bestimmte die von Hand gezogene Kugel nur, welcher Klub als Nächster an der Reihe war. Die acht Gegner und das Heimrecht jedes Spiels loste eine Software unter den Kombinationen aus, die alle Sperren einhielten, und ein externer Prüfer kontrollierte den Ablauf.

Die Töpfe richten sich nach dem Klubkoeffizienten: den Europapokalpunkten eines Klubs aus fünf Spielzeiten (für 2026/27 von 2021/22 bis 2025/26) oder 20 Prozent des Fünfjahreskoeffizienten seines Verbands, je nachdem, welcher Wert höher ist. Nur der Titelverteidiger der Champions League hat einen festen Platz in Topf 1, als an Nummer 1 gesetzter Klub, und 2026/27 war das Paris Saint-Germain. Der Sieger der Europa League bekommt einen Startplatz, aber keinen Topf: Aston Villa, Gewinner von 2025/26, landete in Topf 2. Den Rest von Topf 1 füllen die höchsten Koeffizienten, die übrigen Klubs verteilen sich auf die Töpfe 2, 3 und 4. Wer über die Qualifikationsrunden kommt, landet nicht immer ganz hinten: Von den sieben Siegern der Qualifikations-Play-offs 2026/27 kamen fünf in Topf 4, Bodø/Glimt und Fenerbahçe mit ihren gesammelten Europapunkten aber in Topf 3.

Champions-League-Auslosung: So funktionieren Lostöpfe und Setzliste
TopfWer hineinkommtKoeffizientenbereich 2026/27
1Der Champions-League-Titelverteidiger als an Nummer 1 gesetzter Klub (Paris Saint-Germain) und die acht übrigen höchsten KoeffizientenVon 147,500 (Bayern München) bis 104,750 (Atlético Madrid)
2Die nächsten neun KoeffizientenVon 100,750 (Borussia Dortmund) bis 71,250 (PSV)
3Die nächsten neunVon 71,000 (Feyenoord) bis 53,500 (Galatasaray)
4Die neun niedrigsten KoeffizientenVon 44,000 (Slavia Prag) bis 6,000 (Sabah)

Wie die vier Töpfe gebildet werden

Der Klubkoeffizient ordnet alle 36 Teilnehmer in einer einzigen Reihe, vom höchsten zum niedrigsten Wert, und diese Reihe wird in vier Blöcke zu je neun geteilt: Die ersten neun bilden Topf 1, die nächsten neun Topf 2, und so weiter bis Topf 4 mit den neun niedrigsten Koeffizienten. Die UEFA stellt diese Reihenfolge zu Saisonbeginn auf, auf Basis des Klubkoeffizienten (Anhang D des Reglements), und genau diese Reihe, nicht die Platzierung in der nationalen Liga, entscheidet über den Topf jedes Klubs.

Diese Reihe aus 36 Klubs entsteht nicht aus dem Nichts: Der Platz jedes Verbands auf der Zugangsliste, den das UEFA-Exekutivkomitee am 20. Mai 2026 anhand des Verbandskoeffizienten (Anhang D) festlegt, bestimmt, wie viele Klubs er in die Ligaphase schickt und wer, wenn überhaupt, durch die Qualifikation muss. Die vier bestplatzierten Verbände 2026/27, England, Italien, Spanien und Deutschland, schicken den Meister und die drei nächsten der nationalen Liga direkt in die Ligaphase, ganz ohne Qualifikation; auf Rang 11, dem Norwegens, kommt dagegen nicht einmal der Meister direkt hinein, und der Klub muss erst den Meisterweg gewinnen, ehe er die Ligaphase erreicht.

Wie die vier Töpfe gebildet werden
Rang des Verbands auf der Zugangsliste (2026/27)BeispielDirekt in die LigaphaseWer von der Qualifikation abhängt
Rang 1 bis 4England, Italien, Spanien und DeutschlandMeister und die drei nächsten (4 Klubs)Niemand
Rang 5 und 6Frankreich und die NiederlandeMeister und ein oder zwei weitere KlubsDer Rest, über den Ligaweg
Rang 7 bis 10Portugal, Belgien, Tschechien und die TürkiyeNur der MeisterDer Vizemeister, über den Ligaweg
Rang 11 und 12Norwegen und GriechenlandKein Klub direktSogar der Meister kommt über den Meisterweg

Wie der Klubkoeffizient berechnet wird

Jeder Punkt dieses Koeffizienten kommt aus dem, was ein Klub Spiel für Spiel leistet, über fünf Spielzeiten hinweg, in den drei europäischen Wettbewerben: der Champions League, der Europa League und der Conference League. In der Ligaphase der Saison 2025/26 zählt ein Sieg 2,000 Punkte und ein Unentschieden 1,000; diese Summe, nicht ein nationaler Titel oder die Platzierung in der eigenen Liga, ordnet die 36 Klubs in der Reihe, die über die Töpfe entscheidet.

Zum Wert jedes Spiels kommen noch Bonuspunkte für die Abschlussplatzierung in der Ligaphase und für die erreichte Runde der K.-o.-Phase hinzu, mit einer eigenen Skala für Champions League, Europa League und Conference League. In der Saison 2026/27 fällt der Fünfjahreskoeffizient eines Klubs nie unter eine Untergrenze: Es gilt der höhere Wert aus der reinen Summe dieser Punkte und 20 Prozent des Koeffizienten seines Verbands, der wiederum der Punktedurchschnitt der Klubs dieses Verbands in denselben drei Wettbewerben ist.

Wie der Klubkoeffizient berechnet wird
Was der Klub in der Champions League leistetPunkte für den Koeffizienten (Saison 2025/26)
Gewinnt ein Spiel der Ligaphase2,000
Spielt unentschieden in der Ligaphase1,000
Beendet die Ligaphase auf Platz 112,000 Bonus für die Platzierung
Beendet die Ligaphase auf Platz 910,000 Bonus für die Platzierung
Beendet die Ligaphase auf Platz 25 bis 36 und scheidet aus6,000 Bonus für die Platzierung
Erreicht eine weitere Runde der K.-o.-Phase, Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale oder Finale1,500 pro Runde

Die Sperren bei der Auslosung

Zwei Hauptsperren gelten im Prinzip, und die UEFA kann sie anpassen, um eine Blockade zu vermeiden. Klubs desselben Verbands treffen in der Ligaphase nicht aufeinander, und kein Klub bekommt in seinen acht Spielen mehr als zwei Gegner aus einem einzigen ausländischen Verband. 2026/27 empfängt Aston Villa Fenerbahçe und spielt bei Galatasaray: zwei türkische Klubs, mehr ist nicht erlaubt. Eine dritte Sperre gilt erstmals 2026/27: Dieselbe Partie mit demselben Gastgeber darf sich nicht drei Spielzeiten in Folge wiederholen, die beiden Klubs können sich aber weiterhin mit getauschtem Heimrecht begegnen. Das UEFA-Exekutivkomitee kann zudem Paarungen ausschließen, wie bei ukrainischen und russischen Klubs, die etwa in den Auslosungen für 2015/16 und 2017/18 getrennt wurden; das Verfahren für 2026/27 enthielt keinen solchen Ausschluss. Klubs aus derselben Stadt, im Umkreis von 50 km oder im selben Stadion, sind dagegen kein Fall für die Auslosung: Beantragen Verband und Klubs das bei der Meldung, kann die UEFA ihre Termine im Spielplan auseinanderlegen.

Wie die automatisierte Auslosung die Sperren anwendet

Die Sperren der Auslosung hängen nicht vom Zufall ab, um zu gelten. Derselbe Artikel des Reglements, der Duelle zwischen Klubs desselben Verbands verbietet und die Gegner aus einem einzigen ausländischen Verband auf zwei begrenzt, erlaubt der UEFA-Verwaltung auch, diese Bedingungen anzupassen oder alternative Bedingungen festzulegen, sobald die bis dahin ausgeloste Kombination es unmöglich machen würde, alle acht Spieltage der Saison 2026/27 abzuschließen, ohne eine Sperre zu verletzen. Bei der Auslosung der K.-o.-Phase geht dasselbe Sicherheitsventil noch weiter: Die UEFA kann eine Position direkt zuweisen, ganz ohne Auslosung, wenn eine Entscheidung des Exekutivkomitees das verlangt.

Wie die automatisierte Auslosung die Sperren anwendet
Sperre bei der AuslosungGilt in der LigaphaseGilt in der K.-o.-Phase
Klubs desselben Verbands dürfen nicht aufeinandertreffenJa (Artikel 16)Diese Einschränkung gibt es nicht mehr
Kein Klub bekommt mehr als zwei Gegner aus demselben ausländischen VerbandJa, in den acht SpielenGilt nicht: Jede K.-o.-Runde ist nur eine einzige Begegnung
Dieselbe Partie mit demselben Gastgeber darf sich nicht drei Spielzeiten in Folge wiederholenJa, die neueste Sperre, eingeführt 2026/27Gilt nicht: Die K.-o.-Phase scheidet aus, statt Partien zu wiederholen
Die UEFA kann die Bedingung anpassen, um eine rechnerische Sackgasse zu vermeidenJa (Paragraf 16.03)Ja, und kann die Position sogar direkt zuweisen, ganz ohne Auslosung (Paragraf 19.06)

Die Auslosung der Ligaphase 2026/27

Die Auslosung fand am 27. August 2026 im Grimaldi Forum in Monaco statt, mit 29 direkt qualifizierten Klubs und den sieben Siegern der Qualifikations-Play-offs. Gelost wurde Topf für Topf, von 1 bis 4. Für jeden gezogenen Klub loste die Software innerhalb eines Zeitlimits die noch fehlenden Gegner aus, höchstens zwei pro Topf, und dazu das Heimrecht jedes Spiels. Gültig waren nur Kombinationen, mit denen sich Auslosung und Spielplan für alle 36 Klubs abschließen ließen. War ein Klub aus Topf 2 an der Reihe, standen seine Gegner aus Topf 1 schon fest. Einem Klub aus Topf 3 fehlten nur noch die Gegner aus den Töpfen 3 und 4, einem aus Topf 4 nur die aus dem eigenen Topf. Am Tag der Auslosung wies die UEFA darauf hin, dass das Ergebnis vorläufig sei, vorbehaltlich laufender Ermittlungen und Verfahren sowie der endgültigen Bestätigung.

Von 1999/2000 bis 2023/24 verteilte die Auslosung 32 Klubs auf acht Vierergruppen, und die Regel für Topf 1 änderte sich zweimal. Von 2015/16 bis 2017/18 bestand Topf 1 aus dem Titelverteidiger und den Meistern der bestplatzierten Ligen. Von 2018/19 bis 2023/24 kamen der Titelverteidiger, der Sieger der Europa League und sechs nationale Meister hinein. 2024/25 wurden die Gruppen durch die Ligaphase ersetzt, mit 36 Klubs in einer einzigen Tabelle. Die Topflogik hat die Reform überlebt, die Gruppe nicht.

Was die Töpfe entscheiden

Durch die Töpfe bekommt jeder Klub zwei Gegner aus jedem Bereich der Rangliste, und die Rangliste belohnt Konstanz: Es zählt, was ein Klub in fünf Spielzeiten gesammelt hat, nicht eine einzelne starke Saison. Im Spielplan hat jeder Klub vier Heim- und vier Auswärtsspiele und im Prinzip nie mehr als zwei Heim- oder Auswärtsspiele in Folge. Ebenso spielt er im Prinzip an den ersten beiden und an den letzten beiden Spieltagen je einmal zu Hause und einmal auswärts. Jeder Klub bestreitet alle acht Spieltage: Die Ligaphase 2026/27 dauert vom 8. September 2026 bis zum 27. Januar 2027, und über das Aus der Klubs auf den Rängen 25 bis 36 entscheidet die Abschlusstabelle.

Zwei Irrtümer halten sich hartnäckig. Topf 1 garantiert keinen leichten Weg, denn jeder Klub bekommt zwei Gegner aus dem eigenen Topf: 2026/27 empfängt der FC Liverpool Atlético Madrid und spielt bei Inter Mailand. Und der Koeffizient ist weder die Platzierung in der nationalen Liga noch ein Maß für deren Größe. Bodø/Glimt aus Norwegen kam mit 64,000 Punkten in Topf 3; der VfB Stuttgart, als deutscher Klub direkt qualifiziert, hatte 27,500 und landete in Topf 4. Deshalb tauchen bekannte Namen in den unteren Töpfen auf: 2026/27 standen der SSC Neapel und Galatasaray in Topf 3.

Die Auslosungen der K.-o.-Phase

Nach der Ligaphase ziehen die besten acht ins Achtelfinale ein, die Klubs auf den Rängen 9 bis 24 spielen die Play-offs der K.-o.-Phase, die auf den Rängen 25 bis 36 sind ausgeschieden. Von da an stehen die Klubs paarweise im Turnierbaum, nach der Tabelle festgelegt: Rang 9 und 10, 11 und 12 und so weiter. Die beiden Auslosungen dieser Phase, die der Play-offs und die des Achtelfinales, entscheiden nur, welcher Klub eines Paares auf welche Seite des Turnierbaums kommt. Für Viertel- und Halbfinale gibt es keine Auslosung. Auch der Länderschutz ist weggefallen: Früher galt er nur im Achtelfinale. 2025/26 wurde Paris Saint-Germain in der Ligaphase Elfter, warf in den Play-offs die AS Monaco hinaus, die dem französischen Verband angehört, und gewann den Titel.

Im Achtelfinale folgen die gesetzten Paare derselben Logik: Rang 1 und 2, Rang 3 und 4, Rang 5 und 6 sowie Rang 7 und 8 aus der Ligaphase, jedes davon gegen einen der acht Play-off-Sieger ausgelost, und der gesetzte Klub bestreitet im Prinzip das Rückspiel zu Hause. Von da an gibt es keine Auslosung mehr: Viertelfinale und Halbfinale folgen einem festen Turnierbaum, und scheidet ein gesetzter Klub vor seiner eigentlichen Runde aus, übernimmt der Klub, der ihn eliminiert, seinen Platz im Turnierbaum, ohne dass irgendetwas neu berechnet wird. Im Finale, das auf neutralem Platz ausgetragen wird, gilt die silberne Seite des Turnierbaums laut Reglement als Gastgeber, rein zu Verwaltungszwecken.

Die Auslosungen der K.-o.-Phase
AuslosungWer gelost wirdWas die Auslosung entscheidetWas schon feststeht
LigaphaseAlle 36 Klubs, Topf für TopfDie acht Gegner jedes Klubs und das Heimrecht jedes SpielsDer Topf jedes Klubs, nach dem Koeffizienten
Play-offs der K.-o.-PhaseDie Ränge 9 bis 24 der LigaphaseWelcher Klub eines Paares auf welche Seite des Turnierbaums kommtWelche Paare aufeinandertreffen: Rang 9 oder 10 gegen Rang 23 oder 24 und so weiter
AchtelfinaleDie Ränge 1 bis 8 der LigaphaseWelcher Klub eines Paares auf welche Seite des Turnierbaums kommtAus welchen Play-off-Paarungen die Gegner jedes Paares kommen: Rang 1 und 2 treffen auf die Sieger der Duelle zwischen Rang 15/16 und 17/18 und so weiter
Viertel- und HalbfinaleKeine AuslosungNichtsDie Paarungen, die dem Turnierbaum des Reglements folgen

Die Auslosung der Qualifikation

Vor der Ligaphase entscheidet eine viel weniger beachtete Auslosung darüber, wer überhaupt dorthin kommt. Die Champions League teilt diese Klubs in zwei Wege, die sich nie kreuzen: den Meisterweg und den Ligaweg. In der Saison 2026/27 hatte der Meisterweg, reserviert für die nationalen Meister der Verbände weiter unten auf der Zugangsliste, bis zu vier Qualifikationsrunden, und der Ligaweg, für Klubs, die in Verbänden aus dem Mittelfeld Rang 2 bis 4 belegten, bis zu drei Runden. In jeder Runde legt eine Auslosung zwischen gleich vielen gesetzten und nicht gesetzten Klubs die Hin- und Rückspiele fest sowie, wer das Hinspiel zu Hause austrägt, wobei der Klubkoeffizient entscheidet, wer gesetzt ist. Steht eine Seite einer Paarung am Tag der Auslosung noch nicht fest, gilt der höhere Koeffizient unter den Klubs, die sich um diesen Platz bewerben.

Die Auslosung der Qualifikation
WegWer teilnimmtQualifikationsrundenWas die Auslosung entscheidet
MeisterwegNationale Meister der Verbände weiter unten auf der ZugangslisteBis zu vier: erste, zweite, dritte Runde und die Play-offsDie Hin- und Rückspiele, und wer das Hinspiel zu Hause austrägt
LigawegKlubs auf Rang 2 bis 4 in Verbänden aus dem MittelfeldBis zu drei: zweite und dritte Runde und die Play-offsDie Hin- und Rückspiele, und wer das Hinspiel zu Hause austrägt

Aus den Qualifikations-Play-offs vor der Auslosung am 27. August 2026 gingen sieben Klubs für die Ligaphase hervor, fünf über den Meisterweg und zwei über den Ligaweg, darunter die Klubs, die dieser Leitfaden schon erwähnt hat, die trotz ihrer Herkunft direkt in Topf 3 kamen. Das ist ein Beleg dafür, dass der Weg durch die Qualifikation einen Klub nicht zu den unteren Töpfen verdammt.

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Korrektur · 16.09.2026

In diesem Ratgeber hieß es, Setzliste, Sperren und Software bestimmten, welche Kugel überhaupt gezogen werden könne. Bei der Auslosung 2026/27 wurde die Kugel zufällig gezogen und bestimmte nur den Klub; die Gegner und das Heimrecht loste die Software aus. Außerdem wurde Topf 1 mit dem Sieger der Europa League und nationalen Meistern als jahrzehntelange Regel dargestellt, obwohl diese Zusammensetzung nur von 2018/19 bis 2023/24 galt. Und es hieß, eine gezogene Paarung gelte erst nach der Prüfung von TV-Fenstern und Sicherheitsauflagen, dabei kommen Paarung und Heimrecht aus der Auslosung selbst.

Quellen

Häufige Fragen

Wie werden die Lostöpfe der Champions League gebildet?
Die Klubs werden nach dem UEFA-Klubkoeffizienten sortiert und auf vier Töpfe mit je neun Klubs verteilt. Der Koeffizient ergibt sich aus den Europapunkten von fünf Spielzeiten oder aus 20 Prozent des Verbandskoeffizienten, falls das mehr ist. Automatisch gesetzt ist nur der Titelverteidiger, als Nummer 1 in Topf 1.
Können zwei Klubs aus demselben Land gegeneinander gelost werden?
In der Ligaphase im Prinzip nicht: Dort bleiben Vereine desselben Verbands getrennt, und kein Team erhält mehr als zwei Gegner aus einem einzigen ausländischen Verband. In der K.-o.-Phase gilt dieser Schutz nicht: 2025/26 warf Paris Saint-Germain in den Play-offs die AS Monaco hinaus, die dem französischen Verband angehört.
Warum landen Meister kleinerer Ligen im letzten Topf?
Weil der Koeffizient europäische Ergebnisse über mehrere Jahre misst, nicht den nationalen Titel. Ein Klub ohne jüngere Europa-Erfolge steht daher unten, selbst wenn er sein Land dominiert.
Kommt der Europa-League-Sieger in Topf 1 der Champions League?
Nicht automatisch. Der Sieger der Europa League hat einen sicheren Platz in der Ligaphase, kommt aber in den Topf, den sein Koeffizient vorgibt. 2026/27 landete Aston Villa, Gewinner von 2025/26, in Topf 2. Einen festen Platz in Topf 1 hat nur der Champions-League-Titelverteidiger, als an Nummer 1 gesetzter Klub.
Wird die Champions League mit Kugeln oder per Computer ausgelost?
Mit beidem. Bei der Auslosung der Ligaphase 2026/27 bestimmte die von Hand gezogene Kugel, welcher Klub als Nächster an der Reihe war. Eine Software loste die acht Gegner und das Heimrecht jedes Spiels unter den Kombinationen aus, die alle Sperren einhielten, und ein externer Prüfer kontrollierte den Ablauf.

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