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Copa Libertadores: Was sie ist und wie sie funktioniert

Der Wettbewerb Südamerikas im Überblick: Qualifikation, Gruppenphase, K.-o.-Runden, Finalmodus und die historischen Rekorde, kompakt erklärt.

Lucas G. de Moraes
Von Lucas G. de Moraes

14. August 2026 um 23:21 · vor 49 Std. · 3 Min. Lesezeit

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Von unserer KI-Redaktion verfasst und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Redaktionelle Grundsätze

Copa Libertadores: Was sie ist und wie sie funktioniert
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Die Copa Libertadores de América ist der wichtigste Klubwettbewerb Südamerikas, ausgerichtet vom Kontinentalverband CONMEBOL und bestritten von den besten Mannschaften seiner zehn Mitgliedsverbände. Der Name erinnert an die Befreier der südamerikanischen Unabhängigkeitsbewegungen des 19. Jahrhunderts. Strukturell ist sie das Pendant zur UEFA Champions League: Qualifikationsrunden, eine Gruppenphase, anschließend ein K.-o.-Baum. Für Bundesliga-Fans lautet die einfachste Einordnung: Wer die Libertadores gewinnt, ist der kontinentale Meister Südamerikas und vertritt den Verband im interkontinentalen Klubwettbewerb der FIFA.

Die Startplätze werden national vergeben. CONMEBOL verteilt die Kontingente nach Verbandsrangliste; Brasilien und Argentinien erhalten die meisten Plätze, kleinere Verbände deutlich weniger. Vergeben werden die Tickets über Ligatabellen, Pokalsiege oder Jahreswertungen. Hinzu kommen der amtierende Titelträger sowie der Sieger der Copa Sudamericana, des zweitrangigen Wettbewerbs. Klubs, die unterhalb der Hauptrunde einsteigen, müssen mehrere Vorrunden im Hin- und Rückspielmodus überstehen, ein langer Weg, der gelegentlich einen Außenseiter in die Gruppenphase spült.

Die Gruppenphase umfasst 32 Klubs in acht Gruppen zu je vier Teams, jeder gegen jeden mit Hin- und Rückspiel, also sechs Partien pro Mannschaft. Die beiden Ersten erreichen das Achtelfinale; die Gruppendritten scheiden nicht aus, sondern wechseln in die K.-o.-Runde der Copa Sudamericana. Ab dem Achtelfinale wird durchgehend in zwei Spielen entschieden, Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale, das Gesamtergebnis zählt, bei Gleichstand folgen Verlängerung und Elfmeterschießen.

Zwei Regeländerungen prägen das moderne Turnier. Erstens wurde die Auswärtstorregel abgeschafft: Bei Gleichstand nach zwei Spielen gibt es Verlängerung und gegebenenfalls Elfmeter, unabhängig davon, wo die Tore fielen. Zweitens ist das Finale kein Hin- und Rückspiel mehr, sondern ein Einzelspiel an einem vorab bestimmten neutralen Spielort, ein Modus, der gegen Ende der 2010er Jahre eingeführt wurde. Der Sieger trifft zudem im Supercup-Duell Recopa Sudamericana auf den Gewinner der Copa Sudamericana.

Gegründet wurde der Wettbewerb 1960, damit Südamerika einen Meister für das Duell mit Europa im Weltpokal besaß. Peñarol aus Uruguay gewann die erste Auflage, Santos mit Pelé triumphierte in den frühen 1960er-Jahren, und Independiente aus Argentinien baute mit sieben Titeln die erfolgreichste Dynastie des Turniers auf, bis heute Rekord. In den frühen Jahrzehnten dominierten uruguayische und argentinische Klubs, später verschob sich das Kräfteverhältnis deutlich zugunsten Brasiliens; Titelträger stellten außerdem Kolumbien, Chile, Paraguay und Ecuador.

Den besonderen Charakter macht die Belastung des Kontinents aus: Flugreisen über mehrere Zeitzonen, Höhenspiele in La Paz oder Quito weit oberhalb von 2.500 Metern, tropische Luftfeuchtigkeit im Amazonasgebiet und Stadionatmosphären, die europäische Maßstäbe sprengen. Historisch ist das Turnier zudem für umstrittene Schiedsrichterentscheidungen und extrem defensive Auswärtsauftritte bekannt. Ein Auswärtsremis gilt weiterhin als wertvolles Ergebnis, taktische Disziplin auf Reisen als legitime Waffe, nicht als Mangel an Ambition.

Zum Schluss drei häufige Missverständnisse. Die Libertadores ist ein Klubwettbewerb und nicht mit der Copa América zu verwechseln, die Nationalmannschaften vorbehalten ist. Sie ist auch keine rein brasilianisch-argentinische Angelegenheit, selbst wenn diese beiden Länder viele der jüngeren Titel stellen. Und über einen längeren Zeitraum nahmen mexikanische Klubs als geladene Gäste teil, erreichten Endspiele, gewannen den Pokal aber nie, bevor diese Regelung endete. Das Format wandelte sich oft, die Grundidee nie: ein Kontinent, ein Turnierbaum, ein Champion.

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Häufige Fragen

Wie viele Mannschaften spielen in der Gruppenphase der Copa Libertadores?
Die Gruppenphase umfasst 32 Klubs in acht Gruppen zu je vier Teams mit Hin- und Rückspiel. Die beiden Ersten erreichen das Achtelfinale, während die Gruppendritten in die K.-o.-Runde der Copa Sudamericana wechseln, statt auszuscheiden.
Wird das Finale der Copa Libertadores in Hin- und Rückspiel ausgetragen?
Nein, das Finale ist ein Einzelspiel an einem vorab bestimmten neutralen Spielort, ein Modus, der gegen Ende der 2010er Jahre eingeführt wurde. Der Sieger trifft danach in der Recopa Sudamericana auf den Gewinner der Copa Sudamericana.
Welcher Verein hat die meisten Titel der Copa Libertadores gewonnen?
Independiente aus Argentinien baute mit sieben Titeln die erfolgreichste Dynastie des Turniers auf, bis heute Rekord. Peñarol gewann die erste Auflage 1960, Santos mit Pelé triumphierte in den frühen 1960er-Jahren.